BRG Kremszeile

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Montag: Die Ankunft

Um 7 Uhr morgens versammelten wir uns alle, die Schüler und Schülerinnen der 6AI und der 6BN, gemeinsam mit den drei begleitenden Lehrpersonen Prof. Riepl, Prof. Steiner und Prof. Gruber, vor dem Schulgebäude des BRG Rechte Kremszeile. Unser Busfahrer, Karl – Huber, lud freundlicherweise unsere, sich recht stark in der Größe differenzierten, Koffer und Taschen in den Bus. Nach einer kurzen Verspätung ging es dann endlich los, und eine lange Busfahrt stand uns bevor. Doch wir steuerten nicht sofort unser Hostel an, nein, wir stoppten in Linz, genauer gesagt, bei der Voestalpine. Dort wurden wir während einer Führung durch die Gebäude über die Stahlproduktion aufgeklärt. Die verschiedenen Vorgänge wurden uns ersichtlicher, als wir selbst den Arbeitern bei der Herstellung der Metalle zusehen durften. Danach folgte eine kurze Mittagspause in der Kantine. Als auch diese beendet war, setzten wir unsere Reise nach München fort. Langsam aber sicher merkten wir alle, wie uns das gemeinsam auf engsten Raum zusammengepferchte Zusammenleben wahnsinnig machte. Laute Schreie und verzweifelte Rufe hoffnungsloser Schülerseelen drangen an Karl`s Ohren, doch er ignorierte sie, wie all die Jahre davor auch. Die Fahrt schien sich ins schier endlose zu ziehen, aus Sekunden wurden Minuten, aus Minuten wurden Stunden, aus Stunden schienen sich Jahre zu entwickeln - und gerade als sich eine Schülerin, nach langem Ringen mit sich selbst, endlich ihrem Schicksal, einen grausamen Langeweiletod sterben zu müssen, hingeben wollte, stoppte Manfred sein Fahrzeug. Wir waren angekommen. Sowohl wir Schüler, als auch unsere todesmutigen, im Inneren toten, Beigleitpersonen waren heilfroh nach zehn Stunden Höllenfahrt wieder festen Boden zu spüren. Wir luden all unser Gepäck aus und beförderten es und uns selbst mühevoll in unsere Unterkunft: Das Haus International. Ich möchte mich nicht mal beschweren, denn im Vergleich zu unseren bereits besuchten Übernachtungsmöglichkeiten war dies purer Luxus. Immerhin mussten wir hier zumindest nicht befürchten Schuppenflechte oder sonstiges zu bekommen. Erbrochenes klebte auch nicht an unseren Betten, wie damals, 2016. Was erträumt man sich mehr als völlig mit dem Leben überforderter Schüler? Eigentlich war für diesen ersten Abend noch ein Orientierungskurs durch München vorgesehen, da das Wetter «leider» nicht mitspielte, durften wir einen freien Abend genieẞen, der mit Spielen, Tratscherein oder einfachem Blödsinn verbracht wurde. Um 22:00 hieß es: Nachtruhe. Das diese selbstverständlich nicht gänzlich eingehalten wurde, dürfte auch für Aussenstehende keine Überraschung sein.

Haus International

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